Kategorie: Bildungspolitik

Klaus Diepold: Die Uberisierung der Lehre kommt

Wir können unser Fernsehprogramm personalisieren und unser Auto immer individueller gestalten – warum sollte das im digitalen Zeitalter nicht auch die Hochschullehre gelten? Klaus Diepold, Professor für Datenverarbeitung an der TUM, spinnt den Gedanken in einem Interview mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft weiter. Wie wäre es, wenn die Studierenden mal selbst entscheiden, was sie lernen wollen?

MOOCS: Reden wir über Chancen und Erfolge

Das Jahresgutachten 2015 der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) kritisiert, dass vielerorts die Risiken und nicht die Chancen und Potentiale von MOOCs im Fokus stünden. Auch gäbe es bisher nur wenige MOOCs von deutschen Hochschulen. Den Tenor des Gutachtens, Hochschulen und Politik für eine stärkere Auseinandersetzung mit der Digitalisierung zu begeistern, halte ich für sehr begrüßenswert und erforderlich. Die Digitalisierung berührt sukzessive alle Bereiche unseres Lebens und betrifft natürlich auch Forschung und Lehre.

BAföG-Novelle

Ende Dezember hat der Bundesrat die lange angekündigte Novellierung des BAföG verabschiedet. Die Gesetzesänderung wird in zwei Stufen 2015 und 2016 in Kraft treten. Ziel war eine bessere Anpassung der Förderung an die Lebenswirklichkeit der Studierenden, doch ist diese auch gelungen? Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Änderungen – und Versäumnisse.

Zum Gedenken an Georg Picht: „Die deutsche Bildungskatastrophe“

Georg Picht (1913-1982): der Mann, der wie kein zweiter die Nation des Wirtschaftswunders aufgerüttelt hat. „Die deutsche Bildungskatastrophe“ rief er vor 50 Jahren in CHRIST UND WELT aus (31.1.1964), S. 3). Analytisch messerscharf, eine wortgewaltige Phillipika an die Politik. Aktuell wie heute „Wenn das Bildungswesen versagt, ist die ganze Gesellschaft in ihrem Bestand bedroht.“ Nirgends, so beklagte er, seien die Tabus so schwer zu durchbrechen wie in der Kulturpolitik. Und doch hat dieser Warnruf seine Wirkung nicht verfehlt.

DQR: Der Zimmermann im Bildungsraster

Der erfolgreiche Polier auf der Baustelle, der erfahrene versierte und geschickte Kommunikator, ohne den kreative Ingenieurentwürfe nicht zur Realität werden – der gestandene Zimmerer, der in seinem erlernten Handwerk eine erfüllende Lebensaufgabe sieht – der versierte Ingenieur, der stolz ist, wenn seine Ideen zur Umsetzung kommen, auch da der Bauherr die richtige Finanzierung zustande gebracht hat. Der gemeinsame Beschluss zur Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) soll nun eine Grundlage dafür schaffen, die spezifischen Qualifikationen der Menschen einer achtstufigen Skala zuzuordnen. Dies diene – so wird gesagt – einer verbesserten Transparenz und Mobilität in Europa.

Über unternehmerische Hochschulen und die Jagd nach den besten Köpfen

Prof. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TUM, im Interview mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Prof. Herrmann über die TUM als unternehmerische Hochschule und die Effekte der Exzellenzinitiative (Video: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft) Wie können Hochschulen Spitzenkräfte gewinnen und an sich binden? (Video: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft)  

Lebenslanges Lernen

In den letzten Jahren wurden in Deutschland hohe Fördersummen in den Ausbau der Strukturen lebenslangen Lernens an Hochschulen investiert. Vorher war dieser Sektor weitestgehend privaten Trägern überlassen worden. Was bewegt die Politik eigentlich dazu, Bildungsangebote über die grundständige Hochschulausbildung hinaus an Universitäten und Fachhochschulen zu fördern?