„Nachgefragt“ bei Aljoscha Hermann

Was war Ihr einprägsamstes Erlebnis bei einer Lehrveranstaltung? Was ist die größte Herausforderung? Und was möchten Sie Lehrenden oder Studierenden gerne mit auf den Weg geben? Bei „Nachgefragt“ haben Lehrende und Studierende die Möglichkeit auf fünf Fragen rund um die Lehre zu antworten. Diesmal mit dem Wissenschaftlichen Mitarbeiter Aljoscha Hermann.

Vorlage_Steckbrief_nachgefragtWas war Ihr einprägsamstes Erlebnis bei einer Lehrveranstaltung?

Ich mag meine praktisch orientierten Lehrveranstaltungen. Hier überraschen mich die Studierenden immer wieder mit genialen Ideen. Ich denke, vielen ist gar nicht bewusst, was für ein enormes Potential in unseren Studierenden liegt. Es ist unsere Aufgabe dieses Potential durch gute und motivierende Lehre zu wecken.

Was macht für Sie gute Lehre aus?

Gute Lehre hängt von zahlreichen Aspekten ab. Meiner Meinung nach sind zwei sehr wichtige Erfolgsfaktoren: Transparenz und gegenseitiger Respekt. Lehre ist kein Roman, in dem erst am Ende der Spannungsbogen aufgelöst werden sollte. Die Studierenden sollten möglichst zu jedem Zeitpunkt wissen, was und warum etwas geschieht. Zur Transparenz gehört aber auch Ehrlichkeit. Als Dozierender darf man unbedingt auch zugeben, dass man eine Frage nicht beantworten kann. Studierende und Dozent sollten auf Augenhöhe miteinander diskutieren können. Ich lerne oft genau so viel von meinen Studierenden, wie sie von mir (hoffentlich).

Was ist für Sie die größte Herausforderung in der Lehre?

Ein großes Thema ist immer die Fairness. Insbesondere für Projekt- und Studienarbeiten ist es unglaublich schwierig, faire Noten zu geben. Aufgrund der vielseitigen Themen und verwendeten Methoden ist eine Vergleichbarkeit zwischen den Studierenden oft nicht gegeben. Bewertungskriterien helfen zwar, müssen aber an die Aufgabenstellung angepasst werden.

In welche Richtung wird sich die Lehre in Zukunft entwickeln?

Sowohl von den Studierenden als auch den Dozenten wird eine immer breitere Methoden- und Wissenskompetenz erwartet. Zum Unterrichten reicht eine Tafel schon lange nicht mehr aus.

Was würden Sie Studentinnen und Studenten gerne mit auf den Weg geben?

Traut euch immer wieder aus eurer Komfortzone und macht Dinge, die Ihr euch nicht zutraut. Erst dann wird es richtig interessant und ihr sammelt die wertvollsten Erfahrungen.

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