„Nachgefragt“ bei… Niclas-Alexander Mauß

Was war Ihr einprägsamstes Erlebnis bei einer Lehrveranstaltung? Was ist die größte Herausforderung? Und was möchten Sie Lehrenden oder Studierenden gerne mit auf den Weg geben? Bei „Nachgefragt“ haben Lehrende und Studierende die Möglichkeit auf fünf Fragen rund um die Lehre zu antworten. Diesmal mit dem Studenten Niclas-Alexander Mauß.

Steckbrief

Was war Ihr einprägsamstes Erlebnis bei einer Lehrveranstaltung?

Inspirierend ist es immer dann, wenn nicht reines Sachwissen vermittelt, sondern im ganz klassischen Sinne der „universitas“ der interdisziplinäre Diskurs gesucht, Praxisbezug geschaffen und die Inhalte in den Gesamtkontext eingeordnet werden. Ich finde es immer befreiend, wenn neben dem Ingenieurwesen auch geisteswissenschaftliche und unternehmerische Fragestellungen involviert werden.

Was macht für Sie gute Lehre aus?

Das gelebte Interesse an der Weiterentwicklung der Lernenden. Dies beinhaltet einerseits das Streben nach größtmöglichem inhaltlichem und intellektuellem Mehrwert, andererseits umso mehr die effiziente Nutzung der begrenzten (insbesondere zeitlichen) Ressourcen und eine entsprechend konsequente Konzentration auf das wirklich Wesentliche. Ganz entscheidend ist natürlich auch die Persönlichkeit und Begeisterungsfähigkeit der Lehrenden.

Was war Ihre bislang größte Herausforderung im Studium?

Selbst so manche gestandenen Ingenieure erschaudern noch Jahre später bei der Erinnerung an ihr Grundstudium – da kann ich mich nur anschließen. Ich denke an die ausgesprochen anspruchsvollen technisch-naturwissenschaftlichen und mathematischen Fragestellungen, den großen Druck zu bestehen und auch einige Kommilitonen, deren Studium daran gescheitert ist. Vermeiden lässt sich das kaum, aber man ist umso glücklicher, es hinter sich zu haben.

Was haben Sie im Studium gelernt, was nicht in den Lehrbüchern zu finden ist?

Durchhaltevermögen. Und wie entscheidend man auch selbst zur eigenen Entwicklung beitragen kann. Ohne ehrenamtliches Engagement, Praktika, Werkstudententätigkeiten und Auslandsaufenthalte würde mir sehr viel fehlen.

Was würden Sie Lehrenden gerne mit auf den Weg geben?

Für mich ist es zentrale Aufgabe und Legitimationsbasis der akademischen Lehre, durch fundierte Ausbildung zum Gemeinwohl beizutragen. Man sollte sich daher in allen Belangen – gerade auch bei der Gestaltung von Lerninhalten und Prüfungsaufgaben – stets die Frage stellen, ob man dieser Verantwortung in bester Weise gerecht wird und die Studierenden wirklich weiterbringt. Gleichzeitig sollte man reflektiert genug bleiben, um sich eines zu vergegenwärtigen: Egal wie wichtig das jeweils eigene Fach für den Einzelnen sein mag – im Gesamten ist man doch niemals mehr als ein Mosaikstein.

Niclas-Alexander Mauß ist neben dem Studium ehrenamtlich engagiert in der studentischen Initaitive IKOM. Unter anderem initiierte er dort den IKOM Award Zukunftsarbeitgeber.

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