TUMsocial macht Helfen einfach

Wäre es nicht cool ein Portal zu haben, das soziale Einrichtungen in München mit Studierenden und Mitarbeitern der TUM zusammenbringt? Ehrenamtliches Engagement wäre damit viel leichter zu vermitteln. Diese Idee stand am Anfang unseres Projektes TUMsocial. Was wir, eine Gruppe von elf Studenten der TU München, im Rahmen unseres Projekts gelernt und erlebt haben, haben wir für euch zusammengefasst.


Wollen Helfen einfach machen: das Projektteam von TUM Social (Foto: photocase)

Wollen Helfen einfach machen: das Projektteam von TUM Social (Foto: photocase)

Ein erster grober Umriss der Idee entstand im Oktober 2012 auf einem Seminar der TUM: Junge Akademie im Chiemgau, bei dem sich auch unser Team formierte. Ausgangspunkt unserer Überlegungen war, dass viele Menschen gar keinen Überblick haben, wie und in welchen Bereichen man sich gesellschaftlich einsetzen kann. Dementsprechend kommt aufgrund von fehlender Information und Vermittlung häufig kein ehrenamtliches Engagement zustande. Zumindest für die Angehörigen der TU München wollten wir dies ändern. Dabei war es nicht unser Ziel, einfach eine Art schwarzes Brett zur Verfügung zu stellen, auf dem jede soziale Einrichtung inserieren kann. Uns ging es vielmehr darum, eine Online-Plattform zur Verfügung zu stellen, die durch detaillierte und standardisierte Beschreibungen der Tätigkeiten, sowie durch angepasste Such- und Filterfunktionen die Wünsche der sozialen Träger mit den Vorstellungen der Studierenden und Mitarbeiter der TUM bestmöglich zusammenführt. TUMsocial soll Helfen einfach machen.

Seitdem ist viel geschehen. Denn obwohl sich unser Ziel kurz und prägnant formulieren lässt, ist der dahinter stehende Aufwand größer als erwartet. Zu Beginn mussten wir uns zunächst einen Überblick über die verschiedenen Arbeitsbereiche unseres Projektes verschaffen. Zentral dabei war natürlich die Programmierung der Webseite und vor allem ihre Funktionalität.

Um herauszufinden, welche Nachfrage nach solch einer Webseite besteht und welche Funktionen diese bieten sollte, haben wir eine Umfrage unter den TUM-Angehörigen durchgeführt – der ein oder andere von euch hat vielleicht auch teilgenommen. Das Ergebnis zeigte, dass viele von euch sich gern mehr engagieren möchten, aber nicht so recht die passenden Aufgaben finden. Vor allem die fehlende Planbarkeit und der schwer einschätzbare Zeitaufwand halten den Großteil von einer ehrenamtlichen Tätigkeit ab. Dies hieß für uns, dass wir besonderes Augenmerk auf die Form der Gesuche legen müssen. Gleichzeitig sollte die Plattform auch für die sozialen Einrichtungen attraktiv und leicht zu bedienen sein. Um uns ein genaues Bild von deren Anforderungen zu machen, führten wir viele Gespräche mit verschiedenen sozialen Trägern in München. Dabei stellte sich heraus, dass oft nicht die zeitintensiven, langfristigen Einsätze das Problem sind, sondern die kurzfristigen und kurzzeitigen. Als Beispiel erzählte uns ein großer sozialer Träger in München, dass sie ein Kinderfest in einem Stadtteil veranstalten wollten und durch Krankheit wenige Tage vor Beginn nicht mehr genügend Helfer zur Verfügung standen.

... weil studieren nicht alles ist - TUMsocial ermuntert zu sozialem Engagement (Grafik: TUMsocial)

… weil studieren nicht alles ist – TUMsocial ermuntert zu sozialem Engagement (Grafik: TUMsocial)

Es sollte also die Möglichkeit bestehen, durch einen personalisierten Newsletter schnell und kurzfristig über ehrenamtliche Tätigkeiten zu informieren. Ebenso wurde von den Einrichtungen begrüßt, dass alle Nutzer unserer Webseite ein Profil bekommen, so dass die Verantwortlichen sich schon im Vorfeld ein Bild von ihren potentiellen Helfern machen können. Nach dieser ersten Sondierung hatten wir ein klareres Bild, welche Aufgaben wir zu erledigen hatten. Dies reichte von Programmierung über Marketing und Kommunikation mit den Trägern bis hin zu rechtlichen Angelegenheiten. Zwar kristallisierte sich schnell heraus, wer wo welche Stärken hat – trotzdem musste die Aufgabenteilung auch gut koordiniert werden. Glücklicherweise hatten einige von uns kurz zuvor einen Projektmanagement-Workshop besucht und konnten die Leitung und Organisation unserer Gruppe schnell übernehmen.

Nach einem tollen Start kam es aber, wie es kommen musste: Die ersten Sachen gingen schief. Kurz hintereinander verließen uns zwei unserer drei Programmierer aus beruflichen Gründen, so dass die gesamte Arbeit fast komplett an einer Person hängen blieb. Vielen Dank noch ein Mal an dich, Adrian, für deine tolle Arbeit und deinen Einsatz für das Projekt! Fürs nächste Mal haben wir uns gemerkt: Hinreichend Programmierkenntnisse in der Gruppe sicherstellen! Doch auch in Bereichen, in denen wir es nicht erwartet hatten, stießen wir auf Widerstände. Schon mal mit Corporate Design zu tun gehabt? Nein? Wir bis zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht. Wir hatten unserer Kreativität bei der Gestaltung unserer Homepage und unseres Werbematerials freien Lauf gelassen, erfuhren dann aber vom Corporate Communications Center der TUM, dass unser Material nicht dem Corporate Design entspricht und damit nicht veröffentlicht werden darf. Also alles nochmal auf Anfang, dieses Mal entsprechend der vorhandenen Gestaltungsrichtlinien. Damit hat uns die Designfrage zeitlich ganz schön zurückgeworfen. Doch wie es sich gehört gab es auch hier ein Happy End. Aufgrund der tatkräftigen Unterstützung des Corporate Communications Center der TUM ließen sich alle Problemstellen schnell identifizieren, so dass es uns möglich war das Design problemlos anzupassen. Unsere Webseite steht daher kurz vor der Fertigstellung.

Fürs nächste Mal: Frühzeitig alle möglichen Einschränkungen und Anfordernisse klären! Natürlich half uns auch die tatkräftige Unterstützung unserer Tutoren und unserer Mentorin der TUM: Jungen Akademie. Hier auch noch Mal ein herzliches Dankeschön.
Neben der eigentlichen Homepage und der Öffentlichkeitsarbeit haben wir auch eine Kooperation mit der Carl von Linde Akademie gestartet: In einem ersten Pilotprojekt mit Prof. Peter Brenner soll ein Seminar stattfinden, dass euer soziales Engagement auch mit wissenschaftlichen Inhalten verknüpft. Diese Kombination aus gesellschaftlichem Einsatz und unterstützender Lehre ist auch als Service Learning bekannt. Wir sind sehr gespannt, wie diese zusätzliche Möglichkeit von euch angenommen wird und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit der Carl von Linde Akademie.
Jetzt stehen wir aber erst einmal kurz vor dem Start des Portals, den wir für Mitte Oktober geplant haben. Sobald wir online gehen, erfahrt ihr dies hier oder auf unseren Webseiten. Wir hoffen, dass viele von euch unser Angebot nutzen und freuen uns über euer Feedback!

Euer Team TUMsocial

 

Weitere Informationen zu TUMsocial auf den Webseiten von TUM: Junge Akademie

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