Weihenstephan Forum on Teaching and Research: From Rivalry to Symbiosis

Die Einheit von Forschung und Lehre ist Selbstverständnis der meisten Universitäten. Die daraus resultierende Personalunion ist aber nicht konfliktfrei: begrenzte Zeitressourcen können oft nur entweder für die Forschung oder für die Lehre eingesetzt werden. Also besser Forschung und Lehre personell trennen?


Das bisherige Erfolgsmodell der Universität aufzugeben, birgt aber ebenfalls Gefahren: Für Lehrende, die nicht forschen, ist es eine Herausforderung, auf dem hohen fachlichen Niveau eines Studiums immer auf dem neuesten Forschungsstand zu bleiben, wenn auch eine meisterbare.

Auch die Forschung profitiert von der Lehre: Die Betreuung von Abschlussarbeiten bringt direkte Forschungsergebnisse. Die Aufbereitung und Strukturierung eines Themas für eine Lehrveranstaltung fördert das eigene Verständnis und erschließt Muster, Lücken und offene Enden, eben Ansätze für neue Forschung. Und die Fragen, Gedanken und Einsichten Studierender und sogar ihre typischen Fehler können höchst anregend wirken.

Wenn also die Einheit von Forschung und Lehre vorteilhaft ist, wie kann dann die Forschung und Lehre der Zukunft aussehen? Welche Möglichkeiten bietet hier vielleicht die Digitalisierung? Welche Methoden bieten sich an, und welche Rahmenbedingungen müssten gegeben sein?

Das Gute ist, dass es keinen besseren Ort als eine Universität gibt, um schwierige Fragen zu stellen und Antworten zu suchen.  Ideen, Visionen und Einwände zu diesem Thema werden am 22. Novmeber 2017 ab 17 Uhr beim Weihenstephaner Forum on Teaching and Research: From Rivalry to Symbiosis (www.prolehre.tum.de/aktuelles) in einer öffentlichen Podiumsdiskussion diskutiert.

Prof. Dr. Janice Miller-Young, Direktorin des Centre for Teaching and Learning an der Universität Alberta, Kanada, stellt im Rahmen der Diskussion in einem Impulsvortrag „Decoding the Disciplines“ vor. Diese Methode wurde entwickelt, um typische Verständnisschwierigkeiten Studierender durch die Aufdeckung unausgesprochenen Annahmen des Lehrenden auszuräumen. Solchen Aufdeckungen (wenn auch anders erreicht) verdanken wir wichtige wissenschaftliche Durchbrüche, z.B. unser Verständnis der Quantentheorie. Am 22. November 2017 wird zusätzlich zur Diskussion ab 12:30 ein Workshop (www.prolehre.tum.de/aktuelles/weihenstephan-forum-on-teaching-and-research/workshop) zu „Decoding the Disciplines „angeboten.

Die derzeitige Konkurrenz zwischen Forschung und Lehre ist kein Naturgesetz. Lassen Sie uns diskutieren!

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