Interview: Als TUM-Studentin an der Hochschule für Philosophie

Als Student*in einer technischen Universität philosophischen und ethischen Fragestellungen auf den Grund gehen – die Kooperation der TUM mit der Hochschule für Philosophie (HFPH) macht das möglich. Im Rahmen von Modulstudien können Studierende der TUM verschiedene Lehrveranstaltungen der HFPH besuchen, zum Beispiel aus den Bereichen Wirtschaftsethik, Medizinethik oder Grundlagen der Philosophie. Für Theresa Wettig, Master-Studentin an der TUM in Management & Technology, eine spannende Angelegenheit: Sie erzählt im Interview, warum sie sich für einen Kurs an der HFPH entschieden hat und was sie daran besonders reizvoll findet.

Studierende in der Bibliothek der Hochschule für Philosophie.
Studierende der TUM können Kurse an der Hochschule für Philosophie belegen
(Bild: HFPH)

Wie sind Sie auf das Angebot der Modulstudien aufmerksam geworden?

Theresa Wettig: Über die Webseite der TUM. Philosophische Fragestellungen fand ich schon immer interessant. Als ich dann gesehen habe, dass mit den Modulstudien ein konkreter Rahmen geboten wird, sich intensiver damit zu beschäftigen, dachte ich mir – das ist eine gute Gelegenheit!

Was hat Sie dazu bewegt, die Modulstudien zu belegen?

Vor allem ist es toll, sich mit einer Gruppe von Leuten gemeinsam über ein Thema auszutauschen und darüber zu diskutieren. Man kann zwar selbst auch immer wieder zu einzelnen Themen etwas lesen, man redet vielleicht auch mal mit einzelnen Personen darüber, oder findet dazu etwas im Internet. Das ist aber doch eher einseitig. Im Kurs hat man dagegen einen interaktiven Rahmen. Eine Gruppe zu haben, in der man sich in Gesprächsrunden aktiv austauscht und Themen aus verschiedenen Perspektiven sieht – das macht viel Spaß und ist sehr bereichernd.

Welche Lehrveranstaltung belegen Sie an der Hochschule für Philosophie?

Jetzt im Sommersemester besuche ich den Kurs: Freier Markt für mehr Wohlstand? Adam Smith und die wirtschaftsethischen Herausforderungen der Gegenwart. Besonders interessant daran ist, dass es dabei eigentlich um eine historische Perspektive geht – das Werk von Adam Smith stammt ja bereits aus dem 18. Jahrhundert. Und trotzdem sind viele Themen davon noch heute aktuell, zum Beispiel die wirtschaftsethischen Fragen, die er damals schon gestellt hat.

Inwiefern unterscheidet sich der Kurs an der HFPH von Kursen an der TUM?

Generell ist das Thema des Kurses anders: In Freier Markt für mehr Wohlstand? geht es  zum Beispiel um Adam Smiths Theorien zum Thema Wirtschaftsethik. Außerdem lesen wir viel Literatur. Das habe ich in meinen technischen Fächern nicht wirklich, also ist es sicherlich eine Abwechslung im Studium.

Wer sind Ihre Kommilitonen im Kurs?

Wir sind eine gemischte Gruppe: Studierende der HFPH und der TUM, aber auch ältere Personen oder bereits Berufstätige, die das nebenbei noch als Modulstudium machen, teilweise auch Schülerinnen und Schüler im Frühstudium. So kommen verschiedene Blickwinkel zusammen, auch aus verschiedenen Generationen.

Wie bringen Sie die Modulstudien in Ihrem Stundenplan unter?

Es ist natürlich schon ein zusätzlicher Zeitaufwand, das ist klar – aber man findet die Zeit, wenn es einem Spaß macht, sich mit diesen Themen zu beschäftigen und sich mit anderen darüber auszutauschen.

Wie meldet man sich für die Modulstudien an?

Man muss sich hierfür zuerst noch an der HFPH immatrikulieren und kann sich dann über das Portal der HFPH für die Modulstudien anmelden.

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