Lehre digital: Vorlesungsmitschnitte, Podcasts und Open Educational Resources

Sie nutzen in Ihren Lehrveranstaltungen bislang eher die „klassischen“ Präsentationsformen – vom Tafelanschrieb bis Powerpoint? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Ihre Vorlesungen zusätzlich aufzuzeichnen und Ihren Studierenden zur Vor- und Nachbereitung zur Verfügung zu stellen? Und nutzen Sie weitere Medien wie Podcasts oder sog. „Open Educational Resources“? Was Sie und Ihre Studierenden davon haben, möchten wir Ihnen ganz praktisch anhand einiger typischer Lehrszenarien zeigen. Stellen Sie sich also vor…


Es ist Montag Morgen, 8 Uhr – Sie betreten den Hörsaal.

  • Ihre Studierenden haben sich auf dem Weg in die Uni schon den Podcast angehört, den Sie ihnen am Freitag auf der Lernplattform zur Verfügung gestellt haben. Damit sind allen Teilnehmern schon die wesentlichen Definitionen bekannt, die Sie an diesem Tag vermitteln möchten. Sie können sich also voll und ganz den komplexeren Inhalten widmen, die bei den Studierenden erfahrungsgemäß für Verständnisprobleme sorgen.
  • Eine Ihrer Studentinnen hat die letzte Vorlesung verpasst, sitzt heute aber wieder im Hörsaal. Da die Vorlesung aufgezeichnet wurde, konnte sie die Inhalte der Vorlesung zuhause nacharbeiten, so dass sie dem Stoff heute folgen kann, ohne den Anschluss verloren zu haben.
Mobiles Lernen (Foto: TUM, Barbara Dörrscheidt)

Mobiles Lernen (Foto: TUM, Barbara Dörrscheidt)

  • Nächste Woche können Sie Ihre Vorlesung nicht persönlich halten – Sie sind auf einer Tagung. Das Semesterende naht, bis dahin steht noch eine Menge Stoff auf dem Lehrplan. Sie zeichnen Ihre Vorlesung also im Büro auf. Am Donnerstag werden die Studierenden wie gewohnt im Hörsaal die Vorlesung besuchen und sich dort die Aufzeichnung ansehen. Ihr Übungsleiter ist dabei vor Ort und unterbricht die Aufzeichnung, wenn Fragen auftauchen. Nach dem Präsenztermin wird die Aufzeichnung den Studierenden wie gewohnt online zur Verfügung gestellt.
  • Ein besonders schwieriger Sachverhalt bereitet einigen Studierenden immer noch Probleme. Sie bitten Ihren Übungsleiter, diesen in der nächsten Übungsstunde noch einmal ausführlich zu behandeln. Bei der Vorbereitung findet er im Internet ein Video, das diesen Inhalt hervorragend erläutert. Der Film wird als Open Educational Resource (OER) zur Verfügung gestellt und kann damit ohne urheberrechtliche Bedenken in der eigenen Lehrveranstaltung verwendet werden. Damit schafft sich Ihr Übungsleiter Freiräume: er muss die Erläuterung des schwierigen Sachverhaltes nicht komplett neu erarbeiten und kann die durch die Nutzung des  Videos frei gewordenen Kapazitäten für die Erstellung zusätzlicher Übungsaufgaben verwenden.
  • Sie möchten Ihre besonders gelungenen Vorlesungen – oder Teile davon – öffentlich als OER zur Verfügung stellen und damit dazu beitragen, im Internet einen Pool guter, frei verfügbarer Lehrmaterialien zu schaffen. Auch Studierende anderer Hochschulen oder gar Schüler, die sich für Ihr Fachgebiet interessieren, sollen von der Qualität Ihrer Lehre profitieren – und sich im Idealfall für ein Studium an der TUM entscheiden. Das IT-Servicezentrum unterstützt Sie beim Videoschnitt, d.h. Sie können Ihre Vorlesung wie gewohnt – unbefangen und spontan – halten, und später nur das „Best Of“ veröffentlichen.
  • Das Semester ist zu Ende. Sie haben alle Klausuren korrigiert, zwei Studenten haben nicht bestanden. Beide müssen für ihren Studienabschluss nur noch ihre Abschlussarbeit schreiben und diese eine Prüfung ablegen. Nächstes Semester bieten Sie aber keine Lehrveranstaltungen an, da Sie ein Forschungsfreisemester haben. Die Studenten verlieren trotzdem kein Semester, da sie sich mit den Vorlesungsmitschnitten des letzten Semesters auf ihre Wiederholungsprüfung vorbereiten können.

Doch wie sieht es eigentlich mit Ihrer Vorbereitung aus? Müssen Sie für den Einsatz dieser neuen Lehrszenarien Schauspielunterricht nehmen, sich in Tontechnik weiterbilden und Ihre Vorlesung nach einem starren Drehbuch gestalten? Nein, Ihre multimedial angereicherte Lehrveranstaltung soll schließlich eine Lehrveranstaltung bleiben und muss kein Hollywood-Streifen werden. Die produzierten Medien sollen Ihren Unterricht bereichern – aber ein Arbeitsinstrument für Sie und Ihre Studierenden bleiben.

Damit wir vom IT-Servicezentrum Sie dabei optimal unterstützen können, planen wir derzeit eine zentrale Dienstleistung zur Vorlesungsaufzeichnung. Dieses Angebot soll den gesamten Workflow der Vorlesungsaufzeichnung vom Mitschnitt der Lehrveranstaltung über die Nachbearbeitung bis zur Bereitstellung unterstützen. Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

Ina Schmitz (IT-Servicezentrum) und Elvira Schulze (Medienzentrum)

Kontakt bei Rückfragen:

Ina Schmitz
TUM IT-Servicezentrum
Karlstr. 45-47
80333 München
Tel.: +49.89.289.26849
E-Mail: ina.schmitz@tum.de

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