Mitgestalten! Über studentisches Engagement an der TUM

„Denn sie müssen nicht, was sie tun.“ – Mit diesen Worten hat Peter Zarnitz, studentischer Vertreter in Senat und Hochschulrat, seine Rede auf dem diesjährigen Dies Academicus eingeleitet und damit vor allem das Engagement vieler Studierender gelobt, die sich auf unterschiedlichste Weise an der TUM einbringen. Aber was macht man eigentlich genau im AStA oder in einer der vielen Fachschaften? Drei Studentenvertreter der TUM stellen hier einige Arbeitsbereiche vor und erzählen, was ihnen ihr Engagement persönlich bringt.


Stefan Bschorer, 4. Semester Elektro- und Informationstechnik, Master
Vorsitzender des Fachschaftenrates von 2012 bis 2013

Stefan Bschorer

Stefan Bschorer

„Bereits vor Beginn meines Studiums habe ich mich geärgert, dass es in München kein Semesterticket gibt. Deshalb habe ich mich nach der gescheiterten Urabstimmung 2009 im Arbeitskreis Semesterticket engagiert und an der Entwicklung eines Modells mitgewirkt, das nicht nur den Interessen der Verkehrsunternehmen, sondern vor allem denen der Studierenden gerecht wird.
Zunächst als Semesterticketbeauftragter und später als stellvertretender Vorsitzender des Fachschaftenrates habe ich mich dafür eingesetzt, dass dieses Modell auch tatsächlich Realität wird. Und zum Wintersemester 2013/14 wurde mein Engagement durch die Einführung des Semestertickets endlich belohnt!
In meinen drei Jahren in der Studentischen Vertretung habe ich noch zahlreiche weitere Projekte erfolgreich umsetzen oder zumindest anstoßen können. Ich habe dabei viele interessante Erfahrungen machen und einiges lernen dürfen. Nicht nur die spannenden Projekte, sondern auch der Spaß, in einem tollen Team zu arbeiten, haben mich immer aufs Neue motiviert.“


Franziska Bernreiter, 5. Semester, Berufliches Lehramt, Bachelor

Referentin für Hochschulpolitik und Studentenwerksbeauftragte

Franziska Bernreiter

Franziska Bernreiter

„Bei der Studentischen Vollversammlung (SVV) bin ich mit der konkreten Arbeit des AStA konfrontiert worden. Dem Aufruf des ehemaligen Vorsitzenden, einfach mal auf einer Sitzung vorbeizuschauen, bin ich aus reiner Neugier erfolgt. Bei der angenehmen Arbeitsatmosphäre fiel es mir nicht schwer, mich gleich bei kleineren Projekten zu engagieren. Da ich nun regelmäßig im AStA war, lag es nahe, mich zur Fachschaftenratsvertreterin wählen zu lassen. Ich wollte, dass meine Fachschaft mehr überfakultäre Informationen erhält, da im Fachschaftenrat Themen besprochen werden, die die Studierenden aller Fachrichtungen direkt betreffen.
Neben dem Studium und einem Nebenjob habe ich zwar nicht viel Zeit, aber die wollte ich sinnvoll nutzen und mich für studentische Belange engagieren. Ich bewarb mich daraufhin als Studentenwerksbeauftragte. Die Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk finde ich deswegen so bedeutend, weil das Studentenwerk eine entscheidende Rolle im Leben jedes Studierenden spielt. Essen, Wohnen, BAföG, Rechtsberatung – um nur einige Aufgaben aufzuzählen. Der direkte Kontakt ist wichtig für die Interessensvertretung der Studierenden, da wir nur so Veränderungen nach unseren Vorstellungen bewirken können.“


Veronika Ostler, 2. Semester Mathematik, Master

SET-Referentin der Fachschaft MPI

Veronika Ostler

Veronika Ostler

„Bei Beginn meines Studiums bin ich durch die Studieneinführungstage (SET) gut an der Uni aufgenommen worden. Begeistert durch meine SET-Tutoren, wollte ich auch den jüngeren Studienanfängern helfen und bin selbst SET-Tutorin geworden. Ich hatte mir zu Beginn keine Gedanken über das studentische Engagement an der Universität gemacht und hatte fast nichts von der Fachschaft gehört. Erst als SET-Tutorin habe ich gemerkt, dass diese von der Fachschaft, also von meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen, organisiert werden. Das war der Punkt, an dem ich mich dazu entschlossen habe, bei der Organisation der SET mitzuhelfen.
Im ersten Semester meiner Tätigkeit bei den SET war ich noch sehr zurückhaltend. Danach war ich bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen und bin SET-Referentin der Fachschaft MPI geworden. Durch meine Tätigkeit bei den Einführungstagen habe ich langsam mehr Einblick in die Fachschaft bekommen und bin auf viele interessante Themenbereiche gestoßen. Meine Fachschaft ist für mich neben Arbeit vor allem auch Gemeinschaft.
Verantwortung für ein größeres Projekt zu übernehmen, hat mich auch persönlich weitergebracht.“

 

Auch für das kommende Jahr stehen wieder viele interessante Themen auf verschiedenen Ebenen an, bei denen studentisches Engagement gefragt ist. Von den Verteilungen der Studienzuschüsse auf fakultärer und überfakultärer Ebene, über die Verbesserung und Neuschaffung von Lernräume an der gesamten TUM, bis hin zum Einsatz im Rahmen der Wohnraumproblematik in München. Damit weiterhin die Meinung der Studierenden angemessen eingebracht werden kann, muss es auch in Zukunft immer wieder Studierende geben, die Spaß an ihrem Engagement haben, obwohl sie nicht müssen, was sie tun.

Die Studentische Vertretung im Web: ww.asta.tum.de

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