„Nachgefragt“ bei Lothar Kolbeck

Was war Ihr einprägsamstes Erlebnis bei einer Lehrveranstaltung? Was ist die größte Herausforderung? Und was möchten Sie Lehrenden oder Studierenden gerne mit auf den Weg geben? Bei „Nachgefragt“ haben Lehrende und Studierende die Möglichkeit auf fünf Fragen rund um die Lehre zu antworten. Diesmal mit dem Studenten Lothar Kolbeck.

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Was war Ihr einprägsamstes Erlebnis bei einer Lehrveranstaltung?

Am Ende des Bachelorstudiums rechnen wir eine Musterstatik für ein Einfamilienhaus. Dabei muss man fast alles, was man im Studium gelernt hat anwenden und setzt alle seine „Werkzeuge“ in den Kontext – mit einem tollen „Aha“-Effekt.

Was macht für Sie gute Lehre aus?

Gute Lehre ist kompetenzorientiert und überfrachtet den Studierenden nicht nur mit Wissen. Wenn dezidiert einzelne Fähigkeiten (wie z.B. Modellbildung oder Recherche) im Mittelpunkt stehen und Freiräume für aufkommende Schwierigkeiten gelassen werden besuche ich gerne in die Lehrveranstaltungen.

Was war Ihre bislang größte Herausforderung im Studium?

Die Bachelorarbeit war wirklich aufwändig und fordernd, weil man ganz anders vorgehen musste als in den vorhergehenden Kursen. Man musste eigenständig recherchieren, komplexe Zusammenhänge herstellen und belastbare Daten sammeln um am Ende fundierte Schlüsse zu ziehen.

Was haben Sie im Studium gelernt, was nicht in den Lehrbüchern zu finden ist?

Abstraktere Dinge wie Selbstorganisation, Kommunikation oder den Mut komplizierte Fragestellungen eigenständig anzugehen.

Was würden Sie Lehrenden gerne mit auf den Weg geben?

Ich wünsche mir mehr Mut zu Freiräumen. Die Uni kann in einer so arbeitsteiligen und schnelllebigen Arbeitswelt unmöglich komplette Berufsausbildungen leisten. Stattdessen sollten wir uns auf die Vermittlung der richtigen Herangehensweisen konzentrieren und mehr miteinander kommunizieren, „flipped classroom“ ist da ein ein tolles Konzept.

Lothar Kolbeck engagiert sich neben dem Studium als Fachschaftssprecher in der Fachschaft Bau, Umwelt und Vermessung.

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