„Nachgefragt“ bei Prof. Christoph Kaserer

Was war Ihr einprägsamstes Erlebnis bei einer Lehrveranstaltung? Was ist die größte Herausforderung? Und was möchten Sie Lehrenden oder Studierenden gerne mit auf den Weg geben? Bei „Nachgefragt“ haben Lehrende und Studierende die Möglichkeit auf fünf Fragen rund um die Lehre zu antworten. Diesmal mit Christoph Kaserer, Professor an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Preisträger des Ernst Otto Fischer-Lehrpreises 2018.

Steckbrief Christoph Kaserer

Was war Ihr einprägsamstes Erlebnis bei einer Lehrveranstaltung?

Es ist dieses Aha-Erlebnis: Man fängt an Dinge zu erklären und die Studierenden sehen zunächst nicht die Zusammenhänge. Aber dann, nachdem man etwas Zeit hatte alles zu erklären, fügt es sich plötzlich zusammen. Und man kann das Aha richtig hören. Dann fühlt man sich richtig gut.

Was macht für Sie gute Lehre aus?

Auf hohem Niveau unterhaltsam zu sein. Wer nur unterhaltsam ist, bringt den Studenten nichts Bleibendes bei. Und wer sich nur auf hohem intellektuellem Niveau bewegt ist langweilig. Die Kombination aus beidem macht gute universitäre Lehre aus. Und das ist ziemlich schwierig.

Was ist für Sie die größte Herausforderung in der Lehre?

Das Aha-Erlebnis, von dem ich oben gesprochen habe, darf nicht zu lange auf sich warten lassen. Also muss man sich von Anfang an bemühen, Zusammenhänge klar zu machen. Ohne Methodenwissen ist das aber oft schwierig. Also besteht die Kunst darin, soviel Methodenwissen wie nötig in so kurzer Zeit wie möglich rüber zu bringen.

In welche Richtung wird sich die Lehre in Zukunft entwickeln?

Die Frage stelle ich mir mittlerweile fast täglich. Vermutlich wird Lehre immer weniger frontal werden (weil das Online-Angebote auch können). Wir werden verstärkt auf die Interaktion mit den Studierenden setzen müssen. Wie man das aber bei mehreren hundert Studierenden in der Vorlesung machen soll, weiß ich nicht.

Was würden Sie Studentinnen und Studenten gerne mit auf den Weg geben?

Selber denken und kritisch hinterfragen – aber immer mit Respekt für seinen Gegenüber.

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