„Nachgefragt“ bei Lisa Bock

Was war Ihr einprägsamstes Erlebnis bei einer Lehrveranstaltung? Was ist die größte Herausforderung? Und was möchten Sie Lehrenden oder Studierenden gerne mit auf den Weg geben? Bei „Nachgefragt“ haben Lehrende und Studierende die Möglichkeit auf fünf Fragen rund um die Lehre zu antworten. Diesmal mit der Studentin Lisa Bock.

Steckbrief

Was war Ihr einprägsamstes Erlebnis bei einer Lehrveranstaltung?

Das war noch ganz am Anfang meines Bachelorstudiums, als gerade die erste Vorlesungswoche im Gange war. Es war die erste Veranstaltung zum Thema Experimentalphysik und es waren allerlei Gerätschaften aufgebaut, um kleinere physikalische Experimente durchzuführen (zwei Klassiker: Eine Bowlingkugel hängt von der Decke an einem Seil und man lässt die Kugel schwingen; oder man sitzt auf einem Drehstuhl und zieht die Beine an bzw. streckt sie weg). Die Vorlesung war ziemlich witzig und hat einem den Einstieg in den Uni-Alltag erleichtert. Allerdings ging es in der Woche danach mit dem Stoff los und der Spaß war leider vorbei.

Was macht für Sie gute Lehre aus?

Die Lehre ist für mich erst dann gut, wenn ich mich selbst gerne weiter mit dem Thema beschäftigen möchte. Das kann zum einen durch die Art der Vorlesung sein, wenn der Dozent eine mitreißende Vortragsweise besitzt und die Studierenden auch während der Vorlesung zum Mitdenken animiert. Zum anderen macht auch die Nutzung verschiedener Präsentationsstile sehr viel aus. Wenn nicht immer nur Power Point Folien sondern auch einmal Videos, Bilder, Erfahrungsberichte etc. einfließen und der Stoff aufgelockert wird, dann hört man auch lieber zu. Kleine Anekdoten des Dozenten aus seiner eigenen Forschung hört man als Studierender auch sehr gerne.

Was war Ihre bislang größte Herausforderung im Studium?

Ich engagiere mich neben dem Studium viel in der Fachschaft, in der Hochschulpolitik, oder auch bei der Organisation von Veranstaltungen. Nicht selten arbeite ich nebenbei außerdem noch. Da ich allerdings auch kein Roboter bin und neben diesem Uni-Leben auch etwas Sozialleben und Schlaf benötige, gibt es manchmal Zeiten, zu denen ich extrem beschäftigt bin. Ich würde von mir behaupten, dass die vielen Aufgaben nicht einmal das größte Problem sind, sondern die größte Herausforderung darin besteht, sich die Zeit zu nehmen, auch wieder durchzuatmen und Dinge auf später zu verschieben.

Was haben Sie im Studium gelernt, was nicht in den Lehrbüchern zu finden ist?

Beziehungen und Kontakte zu anderen Leuten zu knüpfen ist extrem wichtig. Man kann noch so viel aus Büchern lernen und alles wissen. Wenn man sich mit den Personen, mit denen man täglich studiert oder arbeitet nicht versteht, dann quält man sich nur. Außerdem helfen einem die Leute im Normalfall wirklich gerne, egal ob nun Mitstudierende oder Professoren.

Was würden Sie Lehrenden gerne mit auf den Weg geben?

Auch wenn es Arbeit bedeutet wäre es schön, wenn regelmäßig die Lehrmaterialien auf den neuesten Stand gebracht werden. Bitte nicht am Anfang ein Skript erstellen und es zehn Jahre später immer noch genauso verwenden.  

Lisa Bock ist WZW-Beauftragte und Vorsitzende der Fachschaft Biowissenschaften, und engagiert sich in der Studentischen Vertretung der TUM.

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