„Step Inside“ – Studierende als Mentoren

Seit dem Wintersemester 2010/11 erleichtert das Mentorenprogramm „Step Inside“ Studieninteressierten die Orientierung an der TUM.
Schülerinnen und Schüler, die sich für ein Studium an der TUM interessieren, werden dabei mit studentischen Mentoren zusammengeführt, die das angestrebte Fach selbst studieren und ihre persönlichen Erfahrungen weitergeben. Wie das alles genau funktioniert, haben uns die Projektkoordinatorinnen Michaela Wölfle und Johanna Hofmann im Interview erzählt.


„Step Inside“ gibt es seit dem Wintersemester 2010/ 2011 – was gab den Anstoß zu diesem Programm und wer hat es entwickelt?

Wölfle/Hofmann: Ursprünglich wurde Step Inside von Studierenden im Rahmen eines Seminars von UnternehmerTUM bei Prof. Patzelt entwickelt. Nach der erfolgreichen Durchführung einer Pilotphase traten die Studierenden an das Studenten Service Zentrum heran, wo das Projekt im Rahmen von ExploreTUM Schnittstelle Schule-Hochschule weitergeführt, weiterentwickelt und schließlich zu einem festen Baustein der Mentoring-Programme der TUM wurde.

Was unterscheidet „Step Inside“ von den anderen Mentoring-Programmen der TUM?

Mentoren und Mentees. Foto: Eckert/Heddergott/TUM

Mentoren und Mentees. Foto: Eckert/Heddergott/TUM

W/H: „Step Inside“ ist ein Angebot zur individuellen Studienorientierung und bietet das passende Format für eine gut durchdachte Studienwahl – in einer Phase, in der viele Rat suchen. Während sich bei TUM-Mentoring die Alumni um Studierende älterer Semester und Promovierende kümmern, sind es bei „Step Inside“ die Studierenden selbst, die beraten: Sie betreuen Studieninteressierte (Mentees), meist noch Schüler und Schülerinnen, auf sehr persönliche Weise und begleiten sie so „auf Augenhöhe“ ca. ein Jahr auf ihrem Weg zur Studienentscheidung. Um einen Mentee kümmert sich ein studentischer Mentor oder eine studentische Mentorin aus dem jeweiligen Studiengang, für den sich die Schülerin bzw. der Schüler besonders interessiert. Dabei soll nicht allein in Fächer „reingeschnuppert“ werden: während der Betreuungsphase lernen die Mentees auch das studentische Leben und den Uni-Alltag kennen.

Wie finden sich Mentoren und Mentees zusammen?

W/H: Bis zum 1. Oktober bewerben sich interessierte Studierende sowie Schülerinnen und Schüler und geben ihren Studienwunsch bzw. ihr Studienfach an. Dadurch können wir passende Tandems bilden. Uns ist es auch wichtig, dass sie sich gut verstehen, weshalb wir natürlich auch Hobbys berücksichtigen. Das Matching wird also von uns durchgeführt, sodass zur Auftaktveranstaltung im November feststeht, wer mit wem ein Tandem bildet. An der Auftaktveranstaltung lernen sich Mentees und MentorInnen dann kennen und sehen sich das erste Mal. Das ist ein sehr spannender Moment, da alle mit einem als Symbol gedachten kleinen Puzzleteil durch den Raum laufen und das dazu passende Gegenstück, ihren Mentoring-Partner, suchen.

Wie geht es dann weiter?

W/H: Die weitere Kommunikation läuft dann individuell ab. Über persönliche Treffen und Telefonate, über E-Mail oder Facebook. In den folgenden Monaten besuchen die Studierenden mit ihren Mentees unter anderem für das Studium relevante Vorlesungen oder etwa die Mensa, zeigen ihnen den Campus oder begleiten sie an den Service Desk oder zur Studienberatung. In jedem Fall werden zahlreiche Fragen rund um das Thema Studium auf persönliche Weise geklärt. Form, Intensität und Dauer des Austausches wird in einer Vereinbarung festgehalten und unterscheiden sich je nach Tandem sehr stark.

Wie viele Schüler und Schülerinnen nehmen dieses Beratungsangebot denn mittlerweile wahr?

W/H: Die letzten Jahre gab es jeweils zwischen 30 und 40 Tandems, insgesamt waren es also 60 bis 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dabei ist das Interesse übrigens von beiden Seiten gleichermaßen groß: auch die Mentorinnen und Mentoren haben richtig Spaß an ihrer Aufgabe und viele von ihnen haben schon mehrmals am Programm teilgenommen.

Was passiert drum herum. Gibt es eine spezielle Ausbildung für die Mentoren?

W/H: Wir legen großen Wert darauf, die Ausbildung unserer Mentoren stetig zu verbessern: In der Mentoring-Phase 2011/12 wurden spezielle Soft-Skill-Kurse eingeführt, die sehr positiv angenommen wurden. Es gibt einen halbtägigen Workshop zum Thema Mentoring und Beratungstätigkeit sowie eine eintägige Kommunikations-Ausbildung durch die Carl-von-Linde Akademie. Während des Mentorings kann auch an einer Supervision teilgenommen werden, um mit komplizierteren Fällen umgehen zu können. Auch Stammtische wurden eingeführt: Hier tauschen sich sowohl Mentees als auch Mentorinnen und Mentoren regelmäßig aus.

 

Wenn Sie sich weiter informieren, oder sich als  MentorIn oder Mentee bewerben möchten, können Sie das auf den Seiten von Step Inside.

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