Wer war eigentlich… Gustav Niemann?

Gustav Niemann – eine Name, der wohl allen Studierenden des Maschinenwesens an der TUM ein Begriff ist. Denn er galt als Spezialist für Maschinenelemente und veröffentlichte darüber sein dreibändiges Werk „Maschinenelemente“, welches ein bedeutendes Standardwerk des Maschinenbaus geworden ist. Am Campus Garching an der Fakultät für Maschinenwesen ist sogar ein Hörsaal nach ihm benannt.

Gustav Niemann (Foto: Verein Deutscher Ingenieure)

Gustav Niemann (Foto: Verein Deutscher Ingenieure)

 

Leben und beruflicher Werdegang

Gustav Niemann wurde am 9. Februar 1899 in Rheine (Nordrhein-Westfalen) geboren. Im Jahr 1919 begann er sein Studium des Maschinenbaus an der damaligen Technischen Hochschule in Darmstadt begann, welches er erfolgreich im Jahr 1923 beendete. Für seine Diplomarbeit führte er Versuche über Verluste in Leit- und Laufschaufeln von Dampfturbinen aus, deren Ergebnisse die Brown Boveri AG in Mannheim verwendete. Zwei Jahre nach seinem Abschluss (1925) arbeitete er in einer Patentabteilung der Tigler AG in Duisburg-Meiderich, wo er auch seine ersten eigenen Patente anmeldete, wie den Wipp-Drehkran.

(Wipp-Drehkran in Anlehnung an das Patent von Gustav Niemann, Foto: Hardconn-Hafenkräne)

Wipp-Drehkran in Anlehnung an das Patent von Gustav Niemann (Foto: Hardconn-Hafenkräne)

 

Der Wipp-Drehkran wurde auch im Jahre 1927 zu seinem Dissertations-Thema an der Technischen Hochschule in Berlin. Nach seiner Promotion ab 1934 wurde Gustav Niemann zuerst als Professor an die Universität Braunschweig berufen. Im Jahr 1951 gründete Gustav Niemann den Lehrstuhl für Maschinenelemente an der TU München sowie die Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebebau (FZG).

Ein weiterer Meilenstein in seinem beruflichen Werdegang war die Einrichtung (1965) eines eigenen Lehrstuhls für Konstruktionstechnik ebenfalls an der TU München. Im Alter von 69 Jahren wurde er emeritiert und verstarb 1982 in München. Insgesamt wurde Gustav Niemann im Laufe seiner Karriere mehrfach für seine Forschung ausgezeichnet, beispielsweise mit der Grashof-Denkmünze des Vereins Deutscher Ingenieure (1966) und der E.P. Connell Medaille der American Gear Manufacturers Association als erster Nichtamerikaner.

 

Quellen:

München, T. U. (o.J.). www.mw.tum.de. Abgerufen am 05. 02 2019 von https://www.mw.tum.de/fakultaet/geschichte/

Seherr-Thoß, H. C. (1999). www.deutsche-biographie.de. Abgerufen am 04. 02 2019 von https://www.deutsche-biographie.de/sfz71881.html

www.wikipedia.org. (08. 11 2018). Abgerufen am 04. 02 2019 von https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Niemann

 

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